Christen in der Wirtschaft

Für Unternehmer mit christlicher Grundeinstellung stellt sich immer die Frage, inwieweit sie ihre Werte in das tägliche Wirtschaftsleben einbringen können. Oft hört man den Spruch: "Die Wirtschaft funktioniert nach anderen Gesetzen!" Dieses haben die Väter unserer Verfassung aber nicht so gesehen. Sie wollten nach den Erfahrungen der Weimarer Republik und der Nazi-Herrschaft ein Wirtschaftssystem schaffen, das auch die Wohlfahrt des Menschen berücksichtigt. Seit bestehen der Bundesrepublik haben christliche Unternehmer daran gearbeitet, Strukturen zu entwickeln, die einer besonderen Ethik in der Wirtschaft dienen. Gewinnmaximierung allein kann nicht der einzige Zweck eines Unternehmens sein. Eine sozial orientierte Behandlung der Mitarbeiter wirkt sich förderlich auf das Betriebsklima, die Unternehmenstreue und das wirtschaftliche Ergebnis aus.

Handeln in der Wirtschaft heisst nicht automatisch Handeln gegen die Mitarbeiter. Eine gelungene Sozialpartnerschaft im eigenen Unternehmen gibt auch dem Unternehmer die erforderliche Planungssicherheit

auf eine kontinuirliche Personalentwicklung. Kontakte zu Geschäftspartnern, die von gegenseitiger Wertschätzung geprägt sind, erleichtern das geschäftliche Miteinander. Wo in der Wirtschaft vertrauensvolle Zusammenarbeit statt agressiver Gegnerschaft gelbt wird, führen christliche Werte zum Unternehmenswachstum. Es ist wichtig, dass sich die Christen in der Wirtschaft zusammenfinden, um entsprechende Netzwerke zu organisieren.

Christliche Unternehmer müssen beweisen, dass sich ihre Vorstellungen umsetzen lassen. Durch ihre Vorbildfunktion können sie Veränderungen im Verhalten anderer Unternehmer bewirken. Denn Christen in der Wirtschaft sind "das Salz in der Suppe" des deutschen Unternehmertums.
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